Im Opera Court des Rocco Forte Hotel de Rome, Berlin
20. November 2019 – 19:30 (nur auf persönliche Einladung)

Das Thema „KREISLAUF“ lässt sich auf fast alle Lebensbereiche anwenden und bietet eine zentrale Perspektive auf komplexe Zusammenhänge in Lebewesen, der Natur und auch der Wirtschaft. Die Abfolge der Jahreszeiten bildet den natürlichen Lebenszyklus ab. Die Ikonographie der vier Jahreszeiten hat in der bildenden Kunst Europas zu jeder Zeit eine wichtige Rolle gespielt. Meist als vierteiliger Zyklus angelegt, symbolisierte die Abfolge von Frühling, Sommer, Herbst und Winter den ewigen Kreislauf der Natur, dem der Mensch unterworfen ist, das Werden und Vergehen, Wachsen und Reifen, Vergänglichkeit und Erneuerung. Der Blutkreislauf ist der Weg, den das Blut im Körper des Menschen – und der meisten Tiere – zurücklegt. Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert. In der Praxis bedeutet dies, dass Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. Nachdem ein Produkt das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, bleiben die Ressourcen und Materialien so weit wie möglich in der Wirtschaft. Sie können immer wieder produktiv genutzt werden, um weiterhin Wertschöpfung zu generieren.

PROF. DR. BRAUNGART
Professor Dr. Michael Braungart ist Gründer und wissenschaftlicher Geschäftsführer von EPEA, ein internationales Umweltforschungs- und Beratungsinstitut mit Hauptsitz in Hamburg. Er ist Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter von McDonough Braungart Design Chemistry (MBDC) in Charlottesville, Virginia (USA), Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts e.V. (HUI) sowie Leiter von Braungart Consulting in Hamburg. Um Lösungen für komplexe Umweltprobleme zu entwickeln, wurde EPEA 1987 von Greenpeace gründet. Seitdem ist Braungart mit Forschung und Beratung für öko-effektive Produkte befasst – also Produkte und Produktionsprozesse in einem Kreislauf, die nicht nur nicht schädlich für Mensch und Natur sind, sondern nützlich. Braungart ist Co-Autor mit William McDonough der „Hanover Principles of Design: Design for Sustainability“, die als Richtlinien für die Weltausstellung 2000 in Hannover dienten. Im Jahr 2002 verfasste er zusammen mit William McDonough das Buch „Einfach intelligent produzieren“ (Originaltitel „Cradle to Cradle: Remaking the Way We Make Things“), welches in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Darauf aufbauend erschien 2008 „Die nächste industrielle Revolution: Die Cradleto-Cradle-Community“.

HANNAH HELMKE
Hannah Helmke ist Mitgründerin & Geschäftsführerin der right. based on science UG. Sie hat über sechs Jahre Erfahrung in wissenschaftsbasierten Klimametriken. Das Team von right. entwickelt das sogenannte X-Degree Compatibility („XDC“) Modell, welches für ein Unternehmen berechnet, um wieviel °C sich die Erde erwärmen würde, wenn jedes Unternehmen so emissionsintensiv wirtschaften würde, wie es selbst. Am Beispiel von Apple: Würden alle Unternehmen so emissionsintensiv wirtschaften wie der Tech-Riese aus dem Silicon Valley, würde sich die Erde nach den Berechnungen von right.open bis 2050 um 1,49°C erwärmen. Die DAX 30 Unternehmen schneiden hier mit durchschnittlich 4,94°C deutlich schlechter ab. Durch diese Berechnung wird der Beitrag einzelner Unternehmen / Fonds zur Erderwärmung erstmals wirklich sichtbar und vergleichbar. right.open bietet denen, die von der Notwendigkeit einer systemweiten Veränderung überzeugt sind, eine übergreifende Sprache: Ein Modell zur Bestimmung des Beitrags einer einzelnen Wirtschaftseinheit zum Klimawandel.

MALAKOFF KOWALSKI
Malakoff Kowalski wurde als Sohn persischer Eltern in Boston geboren, ist in Hamburg aufgewachsen und lebt heute in Berlin. 2009 kam sein erstes Solo-Album „Neue Deutsche Reiselieder“ heraus. Über das 2012 erschienene Album „Kill Your Babies—Filmscore For An Unknown Picture“ schrieb die Süddeutsche Zeitung: „Ein Album voller melancholischer Songskizzen. Als hätte er die Stücke aus einer verkratzten Kopie eines Nouvelle-Vague-Films herausgeschnitten.“ 2015 wurde die Platte „I Love You“ veröffentlicht – eine Mischung aus Jazz, Songwriter- und Filmmusik.